Jedermannlauf Harburg

am 3. Dezember 2022
Karablauf in Harburg Beim Karablauf in Harburg hat Jamie Williamson von der LAC Quelle Fürth seine eindrucksvolle Bilanz in der Jedermannlaufserie 2022 der LG Donau-Ries weiter aufpoliert. Der 25-Jährige gewann auf der Hauptstrecke erneut mit großem Vorsprung. Bei den Frauen lag dieses Mal Julia Gumpert (Arriba Göppersdorf) vorne. In Harburg fand der vierte von fünf Läufen der Serie statt. In der Gesamtwertung fielen die ersten Entscheidungen. Williamson und Anna Knötzinger (LG Zusam), die in Harburg zweitbeste Frau war, haben bereits vor dem letzten Rennen, das am 11. Dezember in Wemding stattfindet, jeweils den Gesamtsieg 2022 sicher. Jeder Läufer muss mindestens vier Ergebnisse einbringen, um gewertet zu werden. Bei fünf Teilnahmen fließen die vier besten Resultate ein. Williamson hat viermal Platz 1 stehen. Der Herzogenauracher dürfte zudem die weiteste Anreise haben. Doch warum nimmt der junge Athlet jedes Mal eine Anfahrt von rund 130 Kilometern auf sich, um an der Laufserie in Nordschwaben teilzunehmen? Williamson erklärt auf Nachfrage, er habe nach einem solchen Wettbewerb gezielt gesucht. Wichtigster Aspekt dabei: Die Rennen müssen sonntags stattfinden. Denn der 25-Jährige ist in einem großen Sportartikel-Geschäft tätig: „Da muss ich samstags immer arbeiten.“ Die Konkurrenz, die im Donau-Ries-Kreis mit am Start ist, erkennt die Überlegenheit neidlos an. Tobias Gröbl (LG Zusam), der praktisch unschlagbare Seriensieger der vergangenen Jahre, kam nach den knapp 10,4 Kilometern beim Karablauf gut zwei Minuten hinter Williamson ins Ziel. „Alles gut“, meinte anschließend der Itzinger. Er hänge nach dem Marathon in München, den er im Oktober in 2:27 Stunden bewältigte, noch etwas durch: „Ich bin keine Maschine.“ Tobias Gröbl, der bislang erst drei Läufe absolviert hat, kann sich mit einer vorderen Platzierung in Wemding noch Rang zwei im Gesamtklassement sichern. Sein Vereinskamerad Andreas Beck hat den dritten Platz schon sicher. Sowohl Williamson als auch Gröbl kündigten an, beim Serienfinale erneut antreten zu wollen. Den Hauptlauf in Harburg bestritten 224 Starterinnen und Starter. Die Strecke war erstmals seit Jahrzehnten verändert und enthält nun keine Cross-Teilstücke mehr, dafür aber weiter viele Höhenmeter. Williamson gewann in 32:50 Minuten vor Gröbl (34:55) und Beck (36:12). Sufiyaan Ashaaloo (TSV Oettingen, 39:52) wurde Sechster und Lokalmatador Tobias Ulrich (TSV Harburg, 40:04) Siebter. Beste Frauen waren Julia Gumpert (44:37 Minuten), Anna Knötzinger (45:13) und Natalie Greiner (TSV Oettingen, 46:06). Auf Rang4  kam die 16-Jährige Chiara Göttler (TSV Harburg, 47:07). Wie beim Hauptlauf, so steht auch auf der Kurzstrecke der Gesamtgewinner 2022 fest. Es ist Luca Schreitmüller (TSV Harburg), der bisher alle vier Rennen gewann. In Harburg lag er in 11:26 Minuten vorne, gefolgt von Henri Schröppel (TSV Harburg, 11:54) und Viktor Bely (TSV Nördlingen, 12:17). Bei den Mädels ist die Gesamtwertung noch nicht entschieden. In Harburg gewann Julia Weiland vom heimischen TSV (14:13) vor Giulia Göttler (ebenfalls TSV Harburg, 14:35) und Anastasiya Belaya (TSV Nördlingen, 14:40). 112 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Kurzstrecke. 21 Hobbysportler begaben sich auf die Walkingrunde. In der Vereinswertung ist dem VSC Donauwörth der Gesamterfolg praktisch nicht mehr zu nehmen (212 Teilnehmer). Kandidaten für die weiteren Plätze auf dem Treppchen sind der TSV Harburg (166), der TSV Nördlingen (158) und der TSV Wemding/Märchenwald (153).    Bericht: Wolfgang Wiedemann

39. Frankfurt-Marathon

am 4. November 2022
Tobias Ullrich mit persönlicher Bestzeit beim Frankfurt-Marathon 2022 Mit Beginn des Herbstes ist die Triathlon-Saison vorbei und so stellen sich viele Triathleten der Herausforderung eines Marathons. Wenn man noch fit ist, dann kann man vielleicht sogar seine persönliche Bestzeit angreifen. Diesen Plan hatte auch Tobias Ullrich vom TSV Harburg. Gemeinsam mit über 20.000 anderen Teilnehmern stand er am 30. Oktober an der Startlinie des  39. Frankfurter-Marathons. Um Punkt 10 Uhr fiel der Startschuss des bisher wohl wärmsten Marathon-Rennens der Geschichte in Frankfurt. Bei circa 20 Grad im Schatten begann das „große Schwitzen“ bereits auf den ersten 5 Kilometern. Die Taktik von Tobias stand somit fest: nicht zu schnell angehen und ab der ersten Verpflegungsstation mit der Kühlung beginnen. So schlug er eine konstante Pace von 4:10 min/km an und an jeder Verpflegungsstelle gab es einen Becher Wasser über den Kopf. Die Halb-Marathon-Marke passierte er solide nach 1:28:02 Stunden. Kein gutes Zeichen war, dass sich bereits ab Kilometer 14 ein Ziehen in seiner linken Wade bemerkbar machte. Trotzdem war die Devise „Ruhe bewahren“ und erst einmal bis Kilometer 30 durchlaufen: „Irgendwie wird es schon gehen!“. Tatsächlich lief es flüssig weiter bis zur 35 Kilometer-Marke. Jetzt taten die Beine natürlich weh, aber sowohl muskulär, als auch energetisch gab es keine weiteren großen Ausfallerscheinungen. Auf den letzten 7 Kilometern mobilisierte Tobias dann nochmals alles was möglich war, um eine Zeit unter 3 Stunden zu erreichen. Am Streckenrand standen reihenweise Läufer, die den hohen Temperaturen und vielleicht auch ihrem zu hohen Anfangstempo, in Form von Gehpausen Tribut zollen mussten. Das Motto auf den letzten Kilometern hieß also: „Überholen was geht!“. Die zweite Marathon-Hälfte war mit 01:28:34 Stunden ähnlich schnell wie die erste und so überquerte Tobias glücklich mit neuer persönlicher Bestzeit nach 02:56:35 Stunden die Ziellinie. Im Gesamtfeld erreichte er damit einen starken 437. Platz. Aufgrund der tollen Atmosphäre und der schnellen flachen Strecke, aber nicht zuletzt auch wegen der positiven Erinnerungen, war dies sicherlich nicht sein letzter Start in der Metropole. Bericht: Tobias Ullich  
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