"Styrkeproven"

am 23. Juni 2022
„Ich wollte eigentlich nur das Ziel erreichen“ Der Harburger Jochen Rühl nahm am Radrennen „Styrkeproven“ über 560 Kilometer in Norwegen teil, es sollte ein sehr schwerer Tag werden! Es ist eine Institution unter Rennradfahrern und es wäre für viele ein verrücktes Unterfangen: Das norwegische Rennen „Styrkeproven“, zu Deutsch "Stärkeprüfung", von Trondheim nach Oslo. Der Harburger Jochen Rühl hat sich dieser Kraftprobe gestellt und erfolgreich gemeistert: 560 Kilometer in 16:40:49 Stunden, mit einem Stundenmittel von 34 km/h, erreichte er in mitten vieler professionellen Teamfahrern, den 65. Platz. Wird somit bester Deutscher, noch vor dem ehemaligen Radprofi Tony Martin. Mit seiner langjährigen Ausdauererfahrung und sechs Monaten voller anstrengender Trainingseinheiten, bereitete er sich auf das Rennen vor. Über 8000 Kilometer hat er in dieser Zeit mit seinem Rennrad zurückgelegt. "Ohne das intensive Verständnis meiner Familie eigentlich nicht durchführbar", sagt der Harburger. Das Rennen wird nicht umsonst als Stärkeprüfung bezeichnet, führt es doch quer durch Norwegen. Das Radrennen gibt es seit über 50 Jahren. Mit einer Länge von 560 Kilometern und rund 4174 Höhenmetern, ist es das längste europäische Rennen mit Zeitmessung. Alle Teilnehmer haben 36 Stunden Zeit, das Ziel zu erreichen. Gestartet wird jedes Jahr am Mittsommer-Wochenende. Am Start standen heuer über 2500 Radler. Schon die Anreise nach Trondheim und die logistische Gestaltung des Rennens, stellt eine Herausforderung dar. Man fährt von Norden nach Süden, Oneway, nur in eine Richtung. Hier, erwähnt Rühl, möchte er sich besonders bei seinem Freund Klaus König bedanken, der den Logistik-Job übernommen hat! Beim „Styrkeproven“ gibt es eine genaue Startaufstellung: Ab 3:00 Uhr morgens starten die Langzeitradler, ab 4:00 Uhr dann die professionellen Teams und ab 5:00 Uhr die Einzelradler. Wie der norwegische Sommer ausschaut, lernte Rühl dann gleich am Start kennen. Dauerregen und 5 Grad, die ersten 4 Stunden fuhren wir im strömenden Regen. „Das war aber weniger schlimm“, ich war mental darauf vorbereitet. „Man muss von Anfang an auf seinen Energiehaushalt achten“, die ersten 175 km geht es eigentlich nur bergauf, bis man die Hochebene Dovrefjell auf erreicht, dort oben bläst dann der Wind mächtig von vorn, teilweise mit Windgeschwindigkeiten von 15 m/s. Gottseidank, wurde es auf dieser Hochebene besser Wetter und die Sonne erleichterte das Radfahren erheblich. Mit Rückenwind wurden der Skiort Kvitfjell und die Olympiastadt Lillehammer erreicht. Nun standen 360 km auf dem Tacho und es sollte nochmal richtig schwer werden, unzählige kurze, giftige Anstiege, schlechte Straßen ließen kein rhythmisches Radfahren mehr zu. Permanentes Beschleunigen und Abbremsen, taube und schmerzende Handgelenke erforderten viel Krafteinsatz und mentale Stärke. "Nach 400 km spürte ich leichte Krämpfe in den Oberschenkeln. Ab hier will nur noch der Kopf weiterfahren, nicht mehr der Körper“, gibt Rühl einen Einblick in seine Gedankenwelt. Die letzten 20 Kilometer führen dann über eine mehrspurige Autobahn nach Oslo. Hier hat man einfach die rechte Fahrspur mit Pylonen abgesperrt, das verdeutlicht nochmals die Bedeutung dieses Radrennens in Norwegen! In Deutschland wäre so etwas undenkbar. Nach genau 560 gefahrenen Kilometern erreichte Rühl das Ziel, die Vallhall Arena in Oslo. Von seiner Top-Platzierung erfuhr Rühl erst auf dem Rückweg, "Während des Rennens war mir nicht klar, dass ich mich so weit vorne im Fahrerfeld befand". "Ich werde die traumhafte Landschaft mit den unzähligen Flüssen, Seen und Hochebenen nicht so schnell vergessen und kann mir auch nicht so recht erklären wie ich diese lange Strecke überhaupt geschafft habe. Am meisten erstaunte mich allerdings eine Zahl, das war die Kalorienverbrauchsanzeige auf meinem Radcomputer. Dort stand, 18009 kcal!" Bericht: Christine Rühl

Spitzenleistungen beim Ironman Hamburg

am 15. Juni 2022
Markus Stang vom TSV Harburg knackt beim Ironman Hamburg die 09:30 Stunden Marke!  Pünktlich um 06:15 startete am Sonntag den 05.06 das Profifrauenfeld zur Ironman Europameisterschaft in Hamburg. Kurz danach um 06:30 hieß es auch für Stang Markus vom TSV Harburg ab ins 19 Grad kühle Nass der Hamburger Binnen- und Außenalster um dort die 3,8km Schwimmen zu absolvieren. Stang erwischte von Beginn an einen guten Rhythmus im Wasser und konnte bereits nach 01:03:52h am Hamburger Rathausplatz aus der Alster steigen. Diese super Schwimmleistung sollte später am Tag auch die Endzeit möglich machen. Basis hierfür war das professionelle Schwimmtraining unter den Trainern des TSV Harburg im heimischen Schwimmbecken. Nachdem die mit 800 Metern sehr lange Wechselzone durchlaufen war ging es auf die 180km lange Radstrecke durch Hamburg und entlang des Elbedamms mit dem Zeitfahrrad. Auch hier zahlte sich der Trainingsfleiß und die beiden Trainingslager im Winter auf Fuerteventura aus. Am Ende standen hier nur 04:45:11 auf der Uhr was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,1 km/h entsprach. Besondere Motivation immer aufs Pedal zu drücken brachte die Tatsache, dass einige der Profifrauen die mit 15 Min. Vorsprung ins Rennen gingen bei ca. 140 km bereits überholt werden konnten. Genau nach 6h ging es nun auf den abschließenden Marathon. Bei einem etwas zu optimistischem Start in der ersten von 4 Laufrunden mit einer Pace von 04:38 min/km unter Anfeuerung von Freundin und mehreren Freunden, musste Stang leider etwas Federn lassen. Wohl auch das etwas zu schnelle Radfahren und die für Hamburg untypisch hohen Temperaturen von mittlerweile 26°C brachten hier Geschwindigkeitseinbußen mit sich. Dennoch konnte der Marathon mit einer Zeit von 03:29:05 abgeschlossen werden, was am Ende eines langen Tages zur Endzeit von 09:29:01 und dem Gesamtplatz 91 der gut 1600 männlichen Finishern reichte! Einzig die Qualifikation für die WM auf Hawaii wurde um nur gut 13 Min. verpasst, was aber für Stang ohnehin nur ein Bonus und nicht das Ziel gewesen sei.

Nina Mayer siegt in Lauingen

am 13. Juni 2022
Nina Mayer gewinnt den Kindertriathlon in Lauingen Am vergangen Wochenende stand für viele Harburger Triathleten der Lauinger Triathlon, mit seinen verschiedenen Einzelwettbewerben, auf dem Programm. Aber auch aus der Bundeshauptstadt Berlin gibt es Erfolgsmeldungen. Den Anfang machte Nina Mayer am Samstag. Sie konnte nicht nur die Mädchen-Wertung für sich entscheiden, sondern konnte auch den Gesamtsieg markieren. Insofern sehr beachtlich, ließ sie doch auch wesentlich ältere Jungen hinter sich und siegte mit einem Vorsprung von über 30 Sekunden. Bei der Siegerehrung dann die große Überraschung, bekam sie doch den Pokal von Triathlon-Legende Faris Al-Sultan, immerhin Ironman Hawaii-Sieger 2005, überreicht. Ebenfalls souveräne Siege gab es dann am Sonntag für Giulia Göttler und Luca Schreitmüller beim Jugend-Triathlon. Auf den zweiten Platz kämpfte sich Julia Weiland. Auf der Volksdistanz mit über 150 Teilnehmern, verpasste Chiara Göttler ganz knapp das Podium in der Gesamtwertung und wurde Vierte, konnte aber den Altersklassensieg in der Wertung Jugend A für sich markieren. Im gleichen Wettbewerb finishten Andrej Rusak und Christian Weiland auf den Plätzen 24 bzw. Platz 29 in der Gesamtwertung. Ein starkes Rennen auf der Mitteldistanz zeigte Tobias Ullrich und Leonhard Wiedemann, so erreichten beide das Ziel in den Top 20. Trotz der Hitze und teilweise geplagt von Krämpfen, konnte sich Ullrich den 3. Platz in der AK 35 in der Zeit von 4:01:44 sichern. Den ersten Platz in der AK 45 sicherte sich Wiedemann in der Zeit von 4:04:50 Stunden. Sieger in diesem Wettbewerb wurde Timo Schmitz vom benachbarten TSV Oettingen. Ebenfalls gut in Szene setzen konnte sich Joel Westphal beim Hauptstadt Triathlon in Berlin. Obwohl er noch dem jüngeren Jahrgang angehört, konnte er sich den 3. Platz in der Wertung Schüler A sichern.
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