Harburger Talente stark unterwegs

am 8. Juli 2026
Harburger Triathlon-Nachwuchs glänzt auf nationaler und internationaler Bühne Der Nachwuchs des TSV Harburg zeigte am vergangenen Wochenende beeindruckende Leistungen. Von einem packenden Abendrennen in Roth über die Niederlande bis nach Marokko überzeugten die jungen Athleten auf ganzer Linie und sammelten wertvolle Podestplätze und Platzierungen. Silber für Joel Westphal in Roth Joel Westphal überzeugte beim Challenge-Sprint in Roth (Männliche Jugend A) bestehend aus 800 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und einer 5 Kilometer langen Laufstrecke. Der Startschuss fiel am Freitag erst um 18:05 Uhr abends – für den jungen Athleten eine ungewohnte Uhrzeit. Das Schwimmen erfolgte im Jagdstart, bei dem die Athleten mit kurzen Zeitabständen ins Wasser geschickt wurden. Joel ging dabei von Position 6 aus ins Rennen. Im Wasser setzte er sich mit jedem Zug weiter nach vorne und ließ die Konkurrenz hinter sich. Er stieg schließlich als Erster des gesamten Feldes aus dem Wasser. Mit einer Zeit von 10:57 Minuten sicherte er sich damit die Bestzeit des Tages auf der Schwimmstrecke. Nach einem schnellen ersten Wechsel spielte er seine Stärke weiter aus und absolvierte die Radstrecke in 34:15 Minuten. Nach dem zweiten Wechsel verteidigte er seinen Spitzenplatz mit einer engagierten Laufleistung auf den abschließenden Kilometern. Mit einer Gesamtzeit von 1:07:08 Stunden belegte er Rang 2. Für Joel ist Roth ohnehin ein erfolgreiches Pflaster: Er startet dort bereits seit 2019 bei der Challenge, landete seitdem jedes Jahr in den Top 5 und feierte mit dem diesjährigen Erfolg bereits seinen fünften Podestplatz beim Nachwuchsrennen im „Home of Triathlon“. Internationaler Einsatz in Europa und Afrika Zeitgleich stand für Chiara Göttler beim Europe Triathlon Cup im niederländischen Holten der nächste internationale Wettkampf auf dem Programm. Im Gegensatz zum letzten Rennen wurde dieses Mal wieder die klassische Sprintdistanz absolviert: 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Eine Besonderheit des Rennens waren die zwei Wechselzonen. Geschwommen wurde im Domelaarsee, bevor die Athletinnen nach dem ersten Wechsel auf die Radstrecke gingen, die von dort bis in die Innenstadt von Holten führte. Dort befanden sich die zweite Wechselzone sowie das Ziel. Insgesamt gingen 39 Frauen an den Start. Um 10:50 Uhr fiel der Startschuss. Nach kleinen Problemen direkt nach dem Start im Wasser musste Chiara zunächst einige Positionen einbüßen. Im weiteren Verlauf des Schwimmens konnte sie jedoch viele Plätze gutmachen und verließ das Wasser auf Position 23. An der Spitze setzte sich früh eine Gruppe von acht Athletinnen ab, die ihren Vorsprung im weiteren Rennverlauf kontinuierlich ausbaute. Chiara befand sich in der großen Verfolgergruppe mit rund 25 Athletinnen. Die Radstrecke erwies sich als besonders anspruchsvoll: Starker Wind und ein kleiner, aber kräftezehrender Anstieg machten das Rennen deutlich härter als erwartet. Beim zweiten Wechsel merkte Chiara sofort, dass die Beine nicht mehr so frisch waren wie gewohnt. Der anschließende 5-Kilometer-Lauf entwickelte sich zu einem sehr fordernden Kampf. Nach einem zähen, aber kämpferischen Lauf erreichte Chiara als 18. das Ziel und sicherte sich damit ein solides Ergebnis in einem stark besetzten internationalen Teilnehmerfeld. Für Luis Rühl ging es derweil auf den afrikanischen Kontinent. Beim Africacup im marokkanischen Larache stellte er sich ebenfalls starker internationaler Konkurrenz. Sein Rennen über die Sprintdistanz begann mit einer soliden Leistung im Schwimmen. Auf der Radstrecke war er jedoch sofort gefordert, da an der Spitze von Beginn an Druck gemacht wurde. Er musste viele Körner lassen, um die Lücke zur ersten Radgruppe zu schließen. Rühl fühlte sich anschließend aber stark und investierte vielleicht sogar ein bisschen zu viel Arbeit im Wind. Um Stürze auf dem anspruchsvollen Kurs zu vermeiden ging er die Berge und technischen Passagen stets von einer vorderen Position aus an. Nach einem ordentlichen abschließenden Lauf überquerte er nach 56:07 Minuten als 13. von 43 Athleten die Ziellinie, blieb mit dem Ergebnis letztlich jedoch hinter den eigenen Erwartungen zurück und zeigte sich im Ziel dementsprechend etwas unzufrieden. Starke TSV-Präsenz beim Nördlinger Stadtlauf Auch beim Nördlinger Stadtlauf war der TSV Harburg mit insgesamt 17 Athleten erfolgreich am Start. In den verschiedenen Altersklassen holten Jonas Bauer (Schülerlauf 1), Tobias Ullrich (Hauptlauf) und Rainer Stahl (Hauptlauf) jeweils den verdienten Sieg in ihrer jeweiligen Altersklasse. Hervorragende Talent- und Kaderarbeit Diese Erfolge auf allen Ebenen unterstreichen einmal mehr die hervorragende Nachwuchs- und Breitensportarbeit des TSV Harburg. Dass zahlreiche Top-Athleten mittlerweile dem Landeskader Bayern angehören, ist das beste Zeugnis für die nachhaltige Struktur des Vereins. Mit diesem soliden Fundament sichern sich die Harburger Talente regelmäßig Spitzenplätze auf regionaler, nationaler und internationaler Bühne. Bericht: Bianca Westphal

DTU-Jugendcup in Jena

am 30. Juni 2026
Saisonfinale unter Extrembedingungen: Harburger Athleten kämpfen sich durch die Hitze Mit dem Paradiestriathlon in Jena ist die DTU-Jugendcup-Saison 2026 unter extremen Bedingungen zu Ende gegangen. Bei Temperaturen von nahezu 40 Grad Celsius stellten sich auch drei Athleten vom TSV Harburg der nationalen Konkurrenz. Gleichzeitig wurden – als Ersatz für das abgebrochene Rennen in Lübeck – die Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen sowie der weiblichen Jugend A ausgetragen. Angesichts der Hitze reagierte der Veranstalter kurzfristig mit zusätzlichen Maßnahmen: Die Zahl der Wasserstationen wurde verdoppelt, Duschen und Schwämme bereitgestellt sowie Wassertonnen zum Abkühlen eingerichtet. Zudem verlegte man Teile der Laufstrecke vom Kunstrasen auf Naturrasen, um die Belastung für die Athleten zu reduzieren. Im Rennen der Juniorinnen und der weiblichen Jugend A gingen Giulia Göttler und Nina Mayer für Harburg an den Start. Nach einem um wenige Minuten verzögerten Beginn um 8.10 Uhr wurde eine verkürzte Sprintdistanz von 600 Metern Schwimmen, 16 Kilometern Radfahren und 4 Kilometern Laufen absolviert. Bereits im Wasser kam es zu intensiven Positionskämpfen, sodass beide Athletinnen im hinteren Mittelfeld aus dem Wasser stiegen. Beim Wechsel aufs Rad verpassten sie die Spitzengruppe und fanden sich in der Verfolgergruppe wieder. Gemeinsam mit bayerischen Teamkolleginnen übernahmen sie dort die Führungsarbeit, was jedoch viel Kraft kostete. Dank starker Radleistungen – den dritt- und fünftschnellsten Zeiten – gelang es schließlich, zu einer rund 30-köpfigen Spitzengruppe aufzuschließen. Im abschließenden Lauf konnte sich Giulia Göttler noch weiter nach vorne arbeiten und belegte im Juniorinnenrennen einen starken zehnten Platz. Gemeinsam mit Carlotta Bülck und Magdalena Mayer sicherte sie sich zudem den Titel der Deutschen Mannschaftsmeisterin. Für  verlief der Lauf hingegen nicht nach Plan. Den hohen Temperaturen musste sie Tribut zollen und beendete das Rennen in der weiblichen Jugend A auf Rang 15. „Insgesamt ein enttäuschendes Rennen für mich“, resümierte sie im Anschluss – ihr Ziel war eine Platzierung unter den besten sechs gewesen. Auch Joel Westphal war in Jena am Start. In der männlichen Jugend A absolvierte er 400 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen. Das Rennen begann pünktlich um 9.00 Uhr. Mit einer sehr starken Schwimmleistung kam er als 13. aus dem Wasser und verpasste die erste Radgruppe nur knapp. Im weiteren Rennverlauf schloss jedoch die große Verfolgergruppe auf, in der er bis zur Wechselzone verblieb. Trotz der extremen Hitze zeigte er einen soliden Lauf und erreichte als 32. das Ziel. Mit seiner Leistung zeigte er sich insgesamt sehr zufrieden. Verletzungsbedingt verzichten musste hingegen Luca Schreitmüller auf einen Start. Am Nachmittag stand zudem die Deutsche Meisterschaft in der Mixed-Team-Relay auf dem Programm. Aufgrund ihres guten Einzelergebnisses qualifizierte sich Giulia Göttler für das Team Bayern II. In der Staffel, bei der jeweils zwei Athletinnen und Athleten nacheinander kurze Distanzen absolvieren, übernahm sie die Startposition. Nach einem nicht optimalen Schwimmen behauptete sich Göttler in der Verfolgergruppe auf dem Rad und überzeugte anschließend mit einer starken Laufleistung. Auf Rang neun übergab sie an ihren Teamkollegen. Diese Position verteidigte die zweite bayerische Staffel bis ins Ziel und belegte unter 21 Teams einen sehr guten neunten Platz. Mit dem Wettkampf in Jena endet die DTU-Jugendcup-Saison 2026. Für die Harburger Athleten richtet sich der Fokus nun auf die anstehenden Starts in den verschiedenen Ligen. Bericht: P. Göttler

Ironman Austria in Klagenfurt

am 22. Juni 2026
Solide Leistung für TSV-Harburg-Athlet David Rother beim Ironman Klagenfurt Der für den TSV Harburg startende Profi-Triathlet David Rother aus Oberndorf am Lech hat beim Ironman Austria in Klagenfurt seinen ersten Saisonhöhepunkt absolviert. Mit einer Gesamtzeit von 8:51 Stunden belegte er Platz 33 im Profifeld, in dem insgesamt 55 Athleten an den Start gingen. Auf der traditionsreichen Langdistanz mussten die Teilnehmer 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und anschließend einen Marathon über 42,2 Kilometer laufen. Die Voraussetzungen vor dem Rennen waren vielversprechend. Nach einer über mehrere Monate hinweg weitgehend störungsfreien Vorbereitung konnte Rother so konstant trainieren wie schon lange nicht mehr. Insbesondere die Belastbarkeit und Trainingskontinuität stellten einen deutlichen Fortschritt gegenüber den vergangenen Jahren dar. Bereits beim Schwimmen zeigte sich, wie eng die Leistungsdichte im Profifeld ist. Rother erwischte einen guten Start und konnte zunächst in einer schnellen Gruppe mitschwimmen. Kurz vor der ersten Wendeboje verlor er jedoch den Anschluss, wodurch er den Großteil der Strecke ohne die gewünschte Renndynamik absolvieren musste. Mit einer Schwimmzeit von 56 Minuten gelang ihm dennoch ein solider Auftakt in den Wettkampf. Auf der anspruchsvollen Radstrecke mit rund 1.800 Höhenmetern konnte Rother insbesondere an den Anstiegen seine Stärken ausspielen und mehrere Konkurrenten überholen. Gleichzeitig offenbarte das Rennen aber auch die derzeit größte Baustelle. Auf den schnellen und technisch anspruchsvollen Abschnitten verlor er wertvolle Zeit auf die Konkurrenz, wodurch die ursprünglich anvisierten Zielzeiten zunehmend außer Reichweite gerieten. Den abschließenden Marathon begann der TSV-Harburg-Athlet mit hohem Tempo und Risiko. Im weiteren Rennverlauf machten jedoch die hohen Temperaturen sowie die Belastung des Tages zunehmend zu schaffen. Trotz dieser Schwierigkeiten brachte er das Rennen kontrolliert zu Ende und absolvierte den Marathon in 3:03 Stunden. Auch wenn das Ergebnis hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, fällt das Fazit differenziert aus. Im professionellen Teilnehmerfeld zeigte Rother eine insgesamt solide Leistung und konnte wichtige Erkenntnisse für die kommenden Wettkämpfe gewinnen. Besonders positiv bewertet er die Konstanz seiner Vorbereitung sowie die insgesamt stabile körperliche Verfassung. Während in den vergangenen Jahren häufig Verletzungen oder gesundheitliche Probleme die Vorbereitung beeinträchtigten, sieht er sich aktuell in einer deutlich besseren Ausgangslage. Die Analyse des Rennens habe gezeigt, dass vor allem im Bereich Radfahren weiteres Potenzial vorhanden ist. Nach dem Ironman Klagenfurt richtet sich der Fokus nun auf die nächsten Rennen der Saison. Bereits in wenigen Wochen steht mit der Mitteldistanz im finnischen Turku der nächste Start auf dem Programm. Parallel dazu sollen insbesondere die Radposition sowie technische Details weiter optimiert werden. Trotz einer gewissen Unzufriedenheit mit dem Resultat überwiegt die Erkenntnis, dass die sportliche Entwicklung in die richtige Richtung geht. Die Leistung in Klagenfurt liefert eine solide Grundlage für die kommenden Aufgaben im internationalen Profi-Triathlon. Bericht: David Rother  

Europe Cup in Kitzbühel

am 22. Juni 2026
Top-10-Premiere für Chiara Göttler - starkes Finale von Luis Rühl beim Europe Cup in Kitzbühel Am Schwarzsee in Kitzbühel, vor beeindruckender Bergkulisse, wurde am vergangenen Wochenende nicht nur um Platzierungen gekämpft, sondern auch gegen die Hitze. Beim Europe Cup erwartete die Athletinnen und Athleten ein ungewohntes Rennformat – und Bedingungen, die den Wettkampf zusätzlich verschärften. Bereits am Freitag standen für die beiden Triathleten vom TSV Harburg die Vorläufe beziehungsweise Halbfinals auf dem Programm. Bei den Männern wurden drei Läufe mit jeweils rund 19 Startern ausgetragen, bei den Frauen zwei Läufe mit jeweils 19 Teilnehmerinnen. Für das Finale qualifizierten sich bei den Frauen die besten 14 Athletinnen sowie die zwei Zeitschnellsten, bei den Männern die jeweils besten neun Athleten sowie die drei Zeitschnellsten. Auch die Distanzen unterschieden sich vom gewohnten Format: 500 Meter Schwimmen mit einem Landgang, der für zusätzliche Zuschauerattraktivität sorgt, vier Runden auf dem Rad über insgesamt 11 Kilometer und ein abschließender Lauf über drei Kilometer verlangten ein hohes Tempo von Beginn an. Die heißen Temperaturen an beiden Wettkampftagen erhöhten die Anforderungen zusätzlich. Chiara Göttler startete im ersten Halbfinale der Frauen und musste zunächst kämpfen. Nach einer nicht optimalen ersten Schwimmrunde gelang es ihr jedoch, sich im weiteren Verlauf deutlich zu steigern und den Anschluss an die Verfolgergruppe herzustellen. Auf der Laufstrecke zeigte sie trotz einer Zeitstrafe eine starke Leistung und erreichte als Sechste das Ziel – die Finalqualifikation war damit souverän geschafft. Im Finale am Samstagabend mit 30 Athletinnen wurde es direkt nach dem Start hektisch. Wie schon im Vorlauf kam Chiara nach einem von Gedränge geprägten Schwimmen im Mittelfeld aus dem Wasser. Mit einem schnellen Wechsel brachte sie sich jedoch erneut in eine rund zehnköpfige Verfolgergruppe in Position. Auf dem Rad konnte diese Gruppe den Rückstand auf die fünfköpfige Spitze nicht mehr schließen, doch auf der Laufstrecke drehte Chiara nochmals auf. Mit der zweitschnellsten Laufzeit des gesamten Tages arbeitete sie sich nach vorne und belegte am Ende einen starken siebten Platz. Damit gelang ihr erstmals der Sprung in die Top 10 eines Europe-Cup-Rennens im Elitebereich. Auch Luis Rühl präsentierte sich in Kitzbühel in guter Form. Im Halbfinale am Freitag überzeugte er vor allem im Schwimmen und kam als Zweiter aus dem Wasser. Diese Ausgangsposition nutzte er konsequent: Auf dem Rad bildete sich eine neunköpfige Spitzengruppe, die sich rund 30 Sekunden von den Verfolgern absetzen konnte. Mit einem soliden Lauf verteidigte Luis seine Position und überquerte die Ziellinie als Dritter – das Finalticket war problemlos gesichert. Im Finale lief es zunächst weniger optimal. Nach dem Schwimmen lag Luis auf Rang 20 und musste auf dem Rad entsprechend viel Energie investieren, um den Rückstand zu verkürzen. Gemeinsam mit seiner Gruppe gelang es ihm jedoch, die Ausreißer wieder einzuholen und den Anschluss an das Feld herzustellen. Die hohe Belastung machte sich anschließend beim Laufen bemerkbar: Obwohl er sogar eine schnellere Laufzeit als am Vortag erreichte, fehlten am Ende die nötigen Reserven für eine weitere Aufholjagd. Luis Rühl belegte im Ziel den 16. Platz und rundete damit ein insgesamt sehr erfolgreiches Wochenende im Elitebereich ab. Schon am 4. Juli stehen weitere spannende Wettkämpfe an: Luis startet beim Africacup in Larache (Marokko), Chiara beim Europa Premium Cup in Holten (Niederlande). Bericht: Petra Göttler  

Starke Auftritte im Kraichgau und in Polen

am 2. Juni 2026
Harburger Triathleten auch bei den "Großen" Rennen erfolgreich. Hitze, Hügel und Gewitter: Packendes Saison-Debüt für Anja Stimpfle beim Ironman 70.3 Kraichgau Extrembedingungen im „Land der Tausend Hügel“: Der Ironman 70.3 Kraichgau forderte den Athleten alles ab. Nach einer von Infekten geprägten Wintervorbereitung feierte die Triathletin Anja Stimpfle ein starkes und kontrolliertes Saisondebüt. Trotz drückender Hitze und einem abschließenden Unwetter sicherte sie sich ein hochzufriedenes Finish. Der Startschuss für die über 4000 Triathleten fiel um 8:30 Uhr am aufgeheizten Hardtsee. Nach einem kontrollierten Schwimmauftakt ging es auf die anspruchsvolle 90-Kilometer-Radstrecke. Das ständige Auf und Ab verlangte taktisches Geschick. In den Ortschaften peitschten laute Stimmungsnester die Sportler nach vorne. Um nicht zu überhitzen, wählte Stimpfle hier bewusst eine konservative Fahrweise. Die echte Hitzeschlacht folgte auf der abschließenden Halbmarathon-Strecke. Der verwinkelte, hügelige Kurs kostete massive Körner, doch die Zuschauer mobilisierten neue Kräfte. Auf der finalen Laufrunde sorgte ein plötzliches Gewitter mit Platzregen für eine willkommene Abkühlung und den entscheidenden Energieschub für den Zielsprint. Letztlich konnte sich die TSV Starterin den 14 Platz in ihrer Altersklasse sichern. Nach dem gesundheitlich schwierigen Winter zeigte sich die Sportlerin im Ziel hochzufrieden. Das gelungene Finish dient nun als perfekte Motivationsspritze für die kommenden Wettkämpfe der Saison. Erfolgreiche Europacup-Wochen in Polen: Harburger Triathleten überzeugen im Osten Die internationale Europacup-Serie führte die beiden Nachwuchsathleten Chiara Göttler und Luis Rühl nach Polen. In einem stark besetzten Teilnehmerfeld stellten beide ihre Form unter Beweis und machten mit überzeugenden Leistungen auf sich aufmerksam. In Olsztyn zeigte Chiara Göttler bereits beim Schwimmen eine starke Vorstellung. Nach einem Fehlstart musste das gesamte Feld neu ansetzen. Das sorgte für Hektik und harte Positionskämpfe im Wasser. Göttler behielt jedoch die Ruhe. Mit nur 15 Sekunden Rückstand auf die Führende und einem schnellen Wechsel positionierte sie sich direkt in der ersten Radgruppe. Beim abschließenden Lauf spielte sie ihre Stärke voll aus: Mit einer hervorragenden Laufzeit von 17:15 Minuten kämpfte sie sich bis auf den elften Platz nach vorne. Luis Rühl sicherte sich im selben Ort im packenden Männerrennen mit 74 Athleten trotz eines Sturzes den beachtlichen 23. Platz. Für den Harburger ging die Reise direkt weiter in die polnische Stadt Rzeszów, wo nur eine Woche später das nächste Europacup-Rennen anstand. Nach einem starken Schwimmen erreichte Rühl mit der Spitzengruppe die erste Wechselzone. Die erste Radgruppe verpasste er zwar knapp, behauptete sich danach aber gut in der Verfolgergruppe. Mit einem überzeugenden Fünf-Kilometer-Lauf finishte er schließlich auf dem 20. Platz. Damit sammelte Rühl erneut wichtige Punkte für das World-Cup-Ranking. Das erklärte Saisonziel für 2026 bleibt ein Platz unter den Top 250 weltweit. Die nächste Gelegenheit zur Punktejagd bietet sich bereits beim Europacup in Kitzbühel. Bericht: Jochen Rühl  
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