Triathlon Europameisterschaft Melilla (Spanien)

am 24. Juli 2025
Luis Rühl startet bei der EM in Melilla durch Der 19-jährige Harburger Triathlet zeigte an diesem Wochenende bei der Europameisterschaft in Melilla eine herausragende Leistung. Melilla ist eine spanische Exklave in Nordafrika. Sie liegt an der Mittelmeerküste, direkt an der marokkanischen Grenze. Doch die Reise und auch der Weg des Harburgers erwies sich als sehr nervenaufreibend. So durfte er zwar mit der Deutschen Triathlon Union nach Melilla reisen, hatte aber noch nicht die Gewissheit, auf die Starterliste für den Einzelwettbewerb zu kommen. Erst am Donnerstag in Spanien kam die endgültige Starterlaubnis und er rutschte in das 70 Mann starke Starterfeld. Am Samstag fand das Einzelrennen statt - 750 Meter Schwimmen im Mittelmeer, 20 Kilometer Radfahren auf einem Rundkurs in Melilla sowie einem abschließenden 5 Kilometer Lauf durch die Stadt. Die Bedingungen waren äußerst anspruchsvoll, da die Temperaturen bei etwa 32 Grad Celsius lagen. Der Startschuss fiel um 10:30 Uhr, und trotz der Hitze konnte Luis Rühl mit einer beeindruckenden Leistung überzeugen. Schon im hektischen Schwimmen in der engen Bucht von Melilla konnte er sich gut durchsetzen und entstieg dem Mittelmeer als Elfter - auch das Radfahren konnte er trotz eines Sturzes in der ersten Gruppe beenden. Dass er auch mit den besten Europäern mitlaufen kann, konnte aber nicht erwartet werden. Letztlich erreichte Rühl den hervorragenden 5. Platz, mit lediglich zehn Sekunden Rückstand auf einen Podiumsplatz. “Mit diesem Resultat hab ich so, überhaupt nicht gerechnet und bin absolut glücklich damit", so der Harburger. Dank seines hervorragenden Resultats durfte Rühl am Sonntag für Deutschland in der Mixed-Team-Relay an den Start gehen. Das deutsche Team bestand aus Charlotta Bülck, Luis Rühl, Kjara Reckmann und Kjell Brandt. In diesem Format treten zwei Mädchen und zwei Jungen abwechselnd an. Alle Athleten eines Teams bestreiten die Distanzen von 300 m Schwimmen, 8 km Radfahren und 2 km Laufen. Rühl wurde vom Bundestrainer an zweiter Stelle  aufgestellt. Haushoher Favorit war in diesem Bewerb allerdings die Mannschaft aus Frankreich. Doch die deutsche Mannschaft hielt lange mit, durch ein couragiertes Rennen (vor allem auf dem Rad) gelang es Rühl sogar, die französische Mannschaft zu distanzieren. Mit einem Vorsprung von 15 Sekunden übergab er die Staffel an seine Teamkollegin Kjara Reckmann. Da auch die folgenden deutschen Starter ein gutes Rennen zeigten, betrug der Vorsprung von Frankreich zum Schluss lediglich 24 Sekunden. Mit der Silbermedaille waren die Erwartungen aber bei weitem übertroffen worden. Durch sein hervorragendes Ergebnis bei der Europameisterschaft sicherte sich der Harburger nun das Ticket für die Weltmeisterschaft im australischen Wollongong im Oktober. Damit hat er die Chance, sich auf der Weltbühne zu beweisen und weitere internationale Erfahrungen zu sammeln. Bericht: Christine Rühl

XXL-Triathlonwochenende in Hof

am 23. Juli 2025
Fulminanter Auftritt der Harburger Triathleten in Hof Beim XXL-Triathlonwochenende in Hof stehen die Ligamannschaften des TSV gleich dreimal auf dem Podest. Am 12. und 13. Juli fand traditionell der GEALAN Triathlon des IfL Hof, dieses Jahr wieder am Untreusee, statt. Bei der zweitältesten Veranstaltung in Deutschland trafen sich dieses Jahr zum 42. Mal alle Alters- und Leistungsklassen um sich beim Schwimmen, Radfahren und Laufen zu messen. Mit dabei waren auch die Herren-Bayernliga-, die Damen-Regionalligamannschaft und zwei Einzelstarter des TSV Harburg. Am Samstag fand ein Schüler- und Jugendtriathlon sowie eine Team-Relay für die Ligamannschaften statt. Am Sonntag hatten die Liga-Athleten ein Olympische Distanz zu absolvieren. Der Samstag begann regnerisch und nicht sehr warm mit einem Schüler- und Jugendtriathlon. Hannah Richter (JG 2017) belegte nach 100m Schwimmen, 2,5km Radfahren und 200m Laufen einen hervorragenden zweiten Platz. Laura Reinsch (JG 2012) musste 400m Schwimmen, 10km Radfahren und 2,5km Laufen und wurde 5. in ihrer Altersklasse. Die Team-Relay am Nachmittag versprach Action pur. Drei Starter eines Vereins bilden ein Team, jeder musste 200m Schwimmen, 5,1km Radfahren, 1,5km Laufen um dann an den nächsten Starter zu übergeben. Die Gesamtzeit entscheidet über die Platzierung. Mit Elisabeth Haupt, Julia Weiland (beide 17 Jahre) und Nina Mayer (15 Jahre) landete das wohl jüngste Team der Liga auf einem herausragenden 3. Platz von 10 Mannschaften. Unter anderem auf der anspruchsvollen und nassen Radstrecke konnten die Drei ihre Erfahrung ausspielen. Bei den Männern, die dieselben Distanzen zu absolvieren hatten, starteten mit Simon Naschwitz (16) und Leo Österlein (18) ebenfalls zwei Nachwuchstalente des TSV. Der Dritte im Bunde war Stefan Richter, erfahrener Triathlet, der in der Vergangenheit bereits in den Farben des IfL Hof in der Liga gestartet ist. Die Herrenmannschaft erkämpfte sich sensationell den 1. Platz aller Bayernligamannschaften – das erste Mal in der Ligageschichte des TSV. Befanden sich alle drei während des gesamten Rennes immer unter den ersten drei Mannschaften, sicherte Österlein als Schlussstarter mit einem beherzten Lauf die Spitze des Podiums. Am folgenden Tag begab sich erneut Stefan Richter zusammen mit David Rother, Lukas Berger und Tobias Ullrich auf 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und einem abschließenden Lauf von 10 km. Die besten drei Zeiten werden addiert und ergeben wiederum den Gesamtplatz der Mannschaft. Mit den Einzelplatzierungen 2 (Richter), 7 (Rother) und 8 (Berger) übertrafen sich die Herren selbst und standen ein zweites Mal an diesem Wochenende ganz oben auf dem Podium. Ein noch nie da gewesener Erfolg des Vereins aus Harburg. Ullrich musste leider mit einem Raddefekt vorzeitig aussteigen. Die Regionalligadamen, vertreten durch Anna Berger, Anja Stimpfle, Sarah Degmayr und Diana Naschwitz, finishten dieselben Distanzen auf einem guten 6. Platz. Mit diesen zwei Top-Platzierungen haben die Herren nun einen Sprung auf einen Aufstiegsplatz gemacht. Mit einer guten Platzierung zum abschließenden Wettkampf am 27. Juli in Schongau könnten sie der Damenmannschaft in die nächsthöhere Regionalliga folgen. Auch die Damen sicherten sich mit den zwei guten Platzierungen den Klassenerhalt, rangieren nun im vorderen Mittelfeld im Liga-Ranking und wollen in Schongau noch einmal wichtige Punkte für die Gesamtwertung sammeln. Bericht: Anja Weiland

Ironman Frankfurt & Challenge Roth

am 13. Juli 2025
Zwei Athleten vom TSV Harburg gehen bis ans Limit: Marco Burkhardt und Tobias Ullrich schildern ihre Eindrücke vom Ironman. Vor dreieinhalb Jahren stand Marco Burkhardt an einem Wendepunkt in seinem Leben. Als leidenschaftlicher Fußballspieler musste er aufgrund wiederholter Verletzungen und Operationen schweren Herzens seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Doch für Marco war das Aufgeben keine Option. Er beschloss, eine neue Leidenschaft zu finden – und das im Ausdauersport. Sein erster Schritt in die Welt des Sports nach dem Fußball war der Halbmarathon. Dieser Herausforderung stellte er sich mit viel Motivation und Disziplin und schaffte es, das Ziel zu erreichen. Nur vier Monate später wagte er sich an einen Marathon und setzte damit einen weiteren Meilenstein auf seiner Reise. Doch etwas fehlte ihm noch. Das Laufen alleine konnte ihn nicht vollständig ausfüllen. Der entscheidende Wendepunkt kam, als Marco zusammen mit einem Freund ein Schwimmtraining absolvierte. Es war der Moment, der seine sportliche Ausrichtung veränderte. Unter der Anleitung seines Trainers und unterstützt von Markus fand Marco schließlich seinen Weg zum Triathlon. „Es war ein harter Weg“, erinnert sich Marco, „mit vielen Hürden, Schweiß und schmerzhaften Momenten, darunter auch ein paar Unfälle und Muskelkrämpfe während des Ironman Frankfurt. "Aber es war die Entschlossenheit, die mich immer wieder motiviert hat.“ Und so kämpfte Marco sich durch den Ironman Frankfurt, immer näher an sein Ziel: „Marco, YOU ARE AN IRONMAN.“ Am 29. Juni 2025 war es endlich soweit: Marco erreichte offiziell den Titel „IRONMAN“. Es war mehr als nur ein sportlicher Erfolg für ihn – es war der Beweis, dass man mit Ausdauer, Willenskraft und Unterstützung alles erreichen kann. Er weiß, dass er ohne die Hilfe und den Rückhalt seiner Freunde und Coaches diesen Erfolg nicht erzielt hätte. „Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen“, ist ein Motto, das Marco stets begleitet hat und das er nicht vergessen wird. Wenige Tage nach Marcos Triumph über die Ironman-Distanz herrschte in Roth ebenfalls Ausnahmezustand. Am 6. Juli 2025 fand die Challenge Roth statt, der größte Langdistanz-Triathlon der Welt, der jedes Jahr Tausende von Triathleten und Zuschauern anzieht. Auch Tobias Ullrich vom TSV Harburg stellte sich dieser Herausforderung und absolvierte seine fünfte Langdistanz. Mit 4.000 anderen Triathleten begab sich Tobias auf die Reise, die aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf von 42,2 km bestand. Trotz des Neoprenverbots konnte Tobias die Schwimmstrecke in soliden 1:10 Stunden bewältigen. Auf dem Rad legte er die ersten 90 km schneller als geplant zurück, um in der Radgruppe mitzuhalten. Doch diese intensiven Leistungsphasen führten zu schmerzhaften Krämpfen in seinen Oberschenkeln. In der zweiten Runde musste Tobias deshalb seine Geschwindigkeit deutlich drosseln, um sich zu erholen. Am Ende fuhr er mit einem Kilometerschnitt von 37,5 km/h und einer Radzeit von 4:47 h. Doch die wahre Herausforderung stand ihm noch bevor: der Marathon. Mit bereits stark beanspruchten Beinen kämpfte Tobias sich auf der 42,2 km langen Strecke durch, und besonders ab der 30-Kilometer-Marke waren die Beine unglaublich schwer. Trotz allem gelang es ihm, eine solide Marathonzeit von 3:29 h zu erzielen und das Rennen nach 9:32 Stunden auf Platz 290 zu beenden. Für Tobias war es eine weitere starke Leistung in seiner Triathlon-Karriere, und er konnte stolz auf seine Leistung sein. Beide Sportler, Marco und Tobias, haben ihre eigenen, einzigartigen Geschichten, doch ihre Reise ist von einer gemeinsamen Leidenschaft für den Triathlon geprägt: Entschlossenheit, Ausdauer und der Glaube an sich selbst. Sie haben beide bewiesen, dass man selbst nach Rückschlägen und Herausforderungen Großes erreichen kann – nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch auf den langen Distanzen des Lebens.

TenneT Powertriathlon Trebgast 2025

am 6. Juli 2025
Junge Harburger Triathleten starten beim TenneT POWERTRIATHLON in Trebgast Am Sonntag, den 29. Juni 2025 fand in Trebgast der spannende TenneT POWERTRIATHLON statt, bei dem zahlreiche Athleten aus verschiedenen Liga-Teams ihr Können unter Beweis stellten. Für das Regionalliga-Team des TSV Harburg gingen Julia Weiland, Elisabeth Haupt, Sarah Degmayr und Paula Kleindienst an den Start. Die Mannschaft um Trainer Jochen Rühl reiste bereits am Samstag in Trebgast an, um insbesondere die anspruchsvolle Radstrecke mit vielen engen 90-Grad-Kurven und den Schwimmausstieg aus dem Naturbadesee zu checken. Der Abend klang mit einer gemütlichen Stärkung in einer Pizzeria aus. Bei hochsommerlichen Temperaturen von 33 Grad mussten 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 4,3 Kilometer Laufen in einem starken 40-köpfigen Teilnehmerfeld absolviert werden. Julia Weiland zeigte beim Schwimmen im Trebgaster Badesee eine tolle Leistung und kam als Zweite aus dem Wasser. Auf dem Rad behauptete sie sich mit einem starken Radfahren in der ersten Radgruppe und finishte als erste ihrer Altersklasse. Elisabeth zeigte ein solides Schwimmen, kam als 9. aus dem Wasser, danach kämpfte sie sich mit viel Einsatz durch die Radstrecke und ließ sich auch beim abschließenden Lauf nicht unterkriegen. Am Ende erreichte sie in ihrer Altersklasse den 3. Platz. Sarah Degmayr zeigte eine ausgeglichene Leistung in allen drei Disziplinen und sicherte sich einen guten Platz im Mittelfeld. Paula Kleindienst beeindruckte durch die beste Laufzeit aller vier Starterinnen. Insgesamt sicherte sich das Regionalliga-Team des TSV Harburg einen respektablen 8. Platz im Mittelfeld. Die nächsten zwei Regionalligawettkämpfe finden in zwei Wochen in Hof statt, wo auch das Herrenligateam in der Bayernliga wieder an den Start gehen wird. Neben dem Regionalliga-Rennen gab es auch ein besonderes Highlight - die 2. Bundesliga am Trebgaster Badesee. Luis Rühl, der aus den Reihen des TSV Harburg stammt, trat für sein neues Team des DSW12 Darmstadt Triathlon an und gewann das Rennen in einer beeindruckenden Zeit von 49:47 Minuten. Es waren die gleichen Strecken, wie in der Regionalliga zu absolvieren und Luis hatte hier die schnellste Laufzeit von 13:09 Minuten. Mit diesem Sieg sicherte sich sein Team den ersten Platz in der Teamwertung. Auch Luca Schreitmüller, der ebenfalls für die 2. Bundesliga mit dem Team Gealan Tri Team Ifl Hof startete, zeigte eine solide Leistung und platzierte sich im Mittelfeld. Bericht: Christine Rühl

36. Rothsee-Triathlon

am 25. Juni 2025
Erfolgreicher Rothsee-Triathlon für Harburgs Athlet:innen – zwei deutsche Titel im Team Am vergangenen Samstag fand der 36. Rothsee-Triathlon statt – ein Nachweis für die Popularität dieser Sportart, denn alle Startplätze waren schon Monate im Voraus ausgebucht. Neben den Wettkämpfen des BTV-Nachwuchses wurden auch die Deutschen Meisterschaften der Klassen Jugend A und Junioren durchgeführt. Bereits am frühen Morgen gingen die Harburger Talente in den BTV Rennen an den Start. In der Klasse Schüler B (200 m Schwimmen, 5 km Rad, 1 km Lauf) traten Maximilian Kristen (Platz 7) und Maxime Westphal (Platz 10) erfolgreich an. In den Disziplinen Schüler A sowie Jugend B und A (400 m Schwimmen, 10 km Rad, 2,5 km Lauf) siegte Julia Weiland souverän in der Jugend A. Ihre Teamkollegin Elisabeth Haupt belegte Platz zwei – beide nutzen das Rennen als Vorbereitung für die Regionalliga kommende Woche in Trebgast. Quinn Ellrich (Schüler A) erreichte einen hervorragenden zweiten Rang, gefolgt Julian Bock (Platz 7) und von Levin Gentner auf Platz 13. Joel Westphal belegte in der Jugend B den beachtlichen 7. Platz. In den anspruchsvolleren DTU-Cup-Wettbewerben (750 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Lauf) verlangte die starke Sonneneinstrahlung den Athlet:innen alles ab. Das Team des TSV Harburg stellte mit sechs Starter:innen ein großes Kontingent im BTV-Kader. In der männlichen Jugend A erreichte Luca Schreitmüller Platz 32, Simon Naschwitz, ein Jahr jünger, belegte Position 56 mit fehlerfreiem Rennen. Seine exzellente Form präsentierte Luis Rühl: Er erreichte im DTU-Cup der Junioren einen starken vierten Platz – die Entscheidung im abschließenden Lauf war hart umkämpft. Außerdem sicherte er sich mit seinen Trainingskameraden den Titel in der deutschen Teamwertung. Beim weiblichen Jugend A Rennen sicherte sich Giulia Göttler den fünften Platz und festigte damit ihre Position an der nationalen Spitze. Gemeinsam mit zwei bayerischen Teamkolleginnen gewann sie die Deutsche Meisterschaft in der Mannschaftswertung. Ebenfalls zu überzeugen wusste Nina Mayer, die mit ihrem 16. Platz ebenfalls ein gutes Rennen absolvierte. Chiara Göttler (Juniorinnen) überzeugte ebenfalls mit Rang sechs. Den Abschluss des Tages machte Christian Weiland im Jedermann Format (750 m Schwimmen, 20,6 km Rad, 5 km Lauf). Nach einem guten Radfahren und Laufen am Ende Platz 10 in der Gesamtwertung. Bericht: Jochen Rühl
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