Anja Stimpfle vor dem Start des 70.3 Ironman in Kraichgau. Foto: Stimpfle
2. Juni 2026

Starke Auftritte im Kraichgau und in Polen

Harburger Triathleten auch bei den "Großen" Rennen erfolgreich.

Hitze, Hügel und Gewitter: Packendes Saison-Debüt für Anja Stimpfle beim Ironman 70.3 Kraichgau

Extrembedingungen im „Land der Tausend Hügel“: Der Ironman 70.3 Kraichgau forderte den Athleten alles ab. Nach einer von Infekten geprägten Wintervorbereitung feierte die Triathletin Anja Stimpfle ein starkes und kontrolliertes Saisondebüt. Trotz drückender Hitze und einem abschließenden Unwetter sicherte sie sich ein hochzufriedenes Finish.

Der Startschuss für die über 4000 Triathleten fiel um 8:30 Uhr am aufgeheizten Hardtsee. Nach einem kontrollierten Schwimmauftakt ging es auf die anspruchsvolle 90-Kilometer-Radstrecke. Das ständige Auf und Ab verlangte taktisches Geschick. In den Ortschaften peitschten laute Stimmungsnester die Sportler nach vorne. Um nicht zu überhitzen, wählte Stimpfle hier bewusst eine konservative Fahrweise.

Die echte Hitzeschlacht folgte auf der abschließenden Halbmarathon-Strecke. Der verwinkelte, hügelige Kurs kostete massive Körner, doch die Zuschauer mobilisierten neue Kräfte. Auf der finalen Laufrunde sorgte ein plötzliches Gewitter mit Platzregen für eine willkommene Abkühlung und den entscheidenden Energieschub für den Zielsprint. Letztlich konnte sich die TSV Starterin den 14 Platz in ihrer Altersklasse sichern.

Nach dem gesundheitlich schwierigen Winter zeigte sich die Sportlerin im Ziel hochzufrieden. Das gelungene Finish dient nun als perfekte Motivationsspritze für die kommenden Wettkämpfe der Saison.

Erfolgreiche Europacup-Wochen in Polen: Harburger Triathleten überzeugen im Osten

Die internationale Europacup-Serie führte die beiden Nachwuchsathleten Chiara Göttler und Luis Rühl nach Polen. In einem stark besetzten Teilnehmerfeld stellten beide ihre Form unter Beweis und machten mit überzeugenden Leistungen auf sich aufmerksam.

In Olsztyn zeigte Chiara Göttler bereits beim Schwimmen eine starke Vorstellung. Nach einem Fehlstart musste das gesamte Feld neu ansetzen. Das sorgte für Hektik und harte Positionskämpfe im Wasser. Göttler behielt jedoch die Ruhe. Mit nur 15 Sekunden Rückstand auf die Führende und einem schnellen Wechsel positionierte sie sich direkt in der ersten Radgruppe. Beim abschließenden Lauf spielte sie ihre Stärke voll aus: Mit einer hervorragenden Laufzeit von 17:15 Minuten kämpfte sie sich bis auf den elften Platz nach vorne.

Luis Rühl sicherte sich im selben Ort im packenden Männerrennen mit 74 Athleten trotz eines Sturzes den beachtlichen 23. Platz. Für den Harburger ging die Reise direkt weiter in die polnische Stadt Rzeszów, wo nur eine Woche später das nächste Europacup-Rennen anstand. Nach einem starken Schwimmen erreichte Rühl mit der Spitzengruppe die erste Wechselzone. Die erste Radgruppe verpasste er zwar knapp, behauptete sich danach aber gut in der Verfolgergruppe. Mit einem überzeugenden Fünf-Kilometer-Lauf finishte er schließlich auf dem 20. Platz.

Damit sammelte Rühl erneut wichtige Punkte für das World-Cup-Ranking. Das erklärte Saisonziel für 2026 bleibt ein Platz unter den Top 250 weltweit. Die nächste Gelegenheit zur Punktejagd bietet sich bereits beim Europacup in Kitzbühel.

Bericht: Jochen Rühl

 

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